Am ersten Tag hatten wir wenigstens noch so viel Glück, dass wir trocken durch den Prater wandern und die Aussicht aus dem Riesenrat geniessen konnten.
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Aus dem Riesenrad. |
Der zweite Tag dann verbrachten wir mehrheitlich unter dem Regenschirm. Anfangs ging es noch. Wir buchten eine Busführung durch die Stadt mit anschliessender Führung durch das Schloss Schönbrunn. Da wir dort nicht die Einzigen in der Schlange gewesen wären, konnten wir von Glück reden, dass wir einfach so durchmarschieren konnten. Vor allem für mich, die alle Sissi Verfilmungen im TV schon etliche Male gesehen hat, ein Erlebnis.
Am Nachmittag musste natürlich auch eine Sachertorte sein und dies wenn möglich im Café Sacher. Als wir dann aber davor standen und die Schlange sahen, setzten wir uns dann in die Sacherstube daneben. Auch da gabs feine Torten mit viel Schlagobers.... mmhh
Am dritten Tag konnten wir dann entlich den Schirm im Hotel lassen. Nicht das die Sonne schien, nein es war einfach nur noch sehr feucht und natürlich bewölkt. Aber egal, wieder machten wir uns auf die Stadt zu entdecken. Gerne hätte ich die Hofreitschule besichtigt, aber auch dort war schon eine lange Kolonne, das ist für uns immer ein Hinderungsgrund.
Dafür besichtigten wir die Kaisergruft, die Karlskirche und flanierten durch den Naschmarkt.
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Irgendwo zwischen Naschmarkt und Mariahilfstrasse. |
Vermulich war gerade Stosszeit. Wir stiegen in ein Tram und suchten uns einen Platz wo wir uns festhalten konnten. Da erhob sich ein junger Herr und bot mir seinen Platz an. Ich war sowas von überrascht! Mir ging sofort durch den Kopf "bist du schon so alt??". Aber nein, sicher nicht, der Herr war einfach gut erzogen.
Die Durchsage im Tram habe ich schon öfter gehört, dass man daran denken soll, dass jemand anders den Sitzplatz vielleicht dringender gebrauchen könnte. Die gibt es bei uns in der Schweiz nicht. Sollten sie aber einführen. Auf jeden Fall war ich wirklich froh, dass ich mich setzen konnte. So eine Stadtbesichtigung ist sehr anstrengend...

Auch fürs kulinarische Wohl war natürlich gesorgt. Das klassische Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat musste probiert werden. Vor allem die Kombination hat bei mir anfangs ein bisschen Skepsis ausgelöst. War aber nachher restlos überzeugt. Der Tafelspitz haben wir uns dann am letzten Abend einverleibt. Gut waren wir nur 3 Tage dort. Sonst hätte ich wohl für den Rückflug noch einen zweiten Sitzplatz buchen müssen. XD
Natürlich haben meine Augen nach einer passenden Wientasse Ausschau gehalten und auch fündig geworden. Leider hat sie den Transport nur bedingt überstanden. Das heisst, sie hat einen feinen Sprung und ich kann nicht daraus trinken.
Aber Tasse ist schliesslich Tasse und aus dem Grund mache ich gerne bei Karminrots Samstagsplausch mit. Ich hoffe sie sieht es mir nach, dass diese Tasse leer bleibt. ;-)
Eure Gabriele